Mitgliederversammlung

Artikel aus der Altmarkzeitung vom 25.09.2018

reh Oebisfelde. Bilanz über die in den vergangenen sieben Monaten geleistete Arbeit zogen am vergangenen Sonntag die Mitglieder des Angelvereins Oebisfelde und Umgebung 1926. Vorsitzender Steffen Lachmann informierte außerdem über vereinsinterne Vorhaben und Probleme.
„Unserem Verein gehören derzeit 155 Mitglieder an. Sieben Neue konnten gewonnen werden, es gab keine Kündigungen. Unserem Verein gehören demnach 126 Erwachsene,  5 Jugendliche, 8 Passive, 1 Ehrenmitglied des Landesangelverbandes und 3 Vereins Ehrenmitglieder an. 12 Angler arbeiten im Vorstand mit.

Hinsichtlich der Beitragszahlung teilte Steffen Lachmann mit, dass vier Sportfreunde immer noch nicht gezahlt hätten: „Dadurch ist dem Verein ein Fehlbetrag von 538 Euro entstanden. Die Sportfreunde wurden mehrfach angemahnt, haben nicht darauf reagiert und müssen nun mit zusätzlichen Verzugsgebühren rechnen.“

Der Kassenbestand belaufe sich derzeit auf knapp 18 200 Euro, so der Vorsitzende: „Ein Großteil des Geldes wird für den Fischbesatz ausgegeben. Bezüglich der Ohre soll eine Besatzmaßnahme durchgeführt werden. Beantragt wurden je 160 Kilogramm Aland sowie Plötzen/Rotaugen und 50 Kilogramm Bitterlinge. Drei Kostenvoranschläge wurden bereits eingeholt.“

102 Kontrollen wurden im Zeitraum von den sieben staatlich geprüften Fischereiaufsehern durchgeführt. Bei den neun Vergehen handelte es sich unter anderem um unvollständige, vergessene oder abgelaufenen Papiere oder Angeln ohne Berechtigung.
Durch die defekte Schranke am Mittellandkanal/Buchhorster Brücke wurde der Wirtschaftsweg am Kanal von einigen Anglern befahren und als Parkplatz benutzt. „Das ist nicht erlaubt. Dieser Privatweg wird vom Wasserschifffahrtsamt genutzt“, erklärte Lachmann.

Die drei Arbeitseinsätze und der eine Umwelttag an der Wassensdorfer Badekuhle, dem Peisten Graben und am Dorfteich Breitenrode, an denen sich insgesamt 32 Sportfreunde beteiligten, dienten dazu, das Umfeld von Müll zu beräumen und die Gesamtansicht zu verbessern.

Wie viele andere Angelvereine klagen auch die Oebisfelde über den geringen Wasserstand in ihren angepachteten Gewässern. „Wir können als Angler nur tatenlos zusehen. Bis auf den Teich am Wasserwerk. Zweimal musste hier Gefahr in Verzug angemeldet werden. Daraufhin wurden in Absprache mit der Stadt und dem Wasserwerk ein C-Schlauch ausgelegt, zwei Filteranlagen außer Betrieb genommen und über drei Tage Wasser in den Teich gepumpt. Allerdings mit mäßigem Erfolg. Denn der Wasserstand sieht genauso aus wie vorher. Das gleiche Prozedere soll nun in dieser Woche wiederholt werden.
Auch der Dorfteich Breitenrode hat kaum noch Wasser. Hier werden demnächst nach Absprache mit der Stadt und der Naturparkverwaltung die Feuerwehren Breitenrode und Weddendorf zwei C-Schläuche auslegen und Wasser in den Teich aus zwei Tiefbrunnen des Dorfes einspeisen.

Bezüglich der Vorstandsarbeit teilte Steffen Lachmann mit, dass sich regelmäßig getroffen wurde, um vereinsinterne Probleme zu besprechen.
Allerdings würden für die kommende Legislatur mit Jürgen Heina (Schatzmeister) und Eyk Hildebrandt (Schriftführer) zwei Mitglieder nicht mehr zur Verfügung stehen.
„Seit Jahren bitten wir euch um Unterstützung. Wir werden diese Arbeiten, die zum Teil zeitaufwändig sind und gewissenhaft ausgeführt werden müssen, nicht noch zusätzlich übernehmen. Die Verwaltung von Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 25 000 Euro macht man nicht mal so nebenbei“, machte der Vorsitzende klar. Im Februar sollen während der Jahreshauptversammlung Nägel mit Köpfen gemacht werden. Bis dahin besteht die Möglichkeit, an den Vorstand heranzutreten und die Bereitschaft für eine Mitarbeit im Vorstand zu signalisieren. „Jürgen Heina hat sich bereiterklärt, noch ein Jahr mitzulaufen, seinen Nachfolger ordentlich einzuarbeiten und alle Unterlagen vernünftig zu übergeben. Findet sich niemand, löst sich der Vorstand auf. Damit wird auch die Existenz des Vereins, der seit 1926 besteht, in Frage gestellt.“

Bedauerlich sei auch, dass sich die Vereinsveranstaltungen seit 5 Jahren auf dem Abwärtstrend befinden. „Früher gab es das Nachtangeln an der Ohre, Hechtangeln am Kanal und Ohre, an der Wassensdorfer Badekuhle das Familienfest mit Hüpfburg, verschiedenen Spielen und Grillen. Dieses Jahr haben wir gar nichts gemacht. Auch der Anglerball, zu dem sich im vergangenen Jahr lediglich 8 Leute angemeldet hatten wird ausfallen. Der Aufwand, so ein Vergnügen zu organisieren, steht einfach in keinem Verhältnis zum Ergebnis“, stellte Steffen Lachmann fest.