Bilanz über die 2016 geleistete Arbeit

Mitgliederversammlung 19.02.2017. Fotos: Renate Heinze

reh.Breitenrode. Bilanz über die 2016 geleistete Arbeit zogen am vergangenen Sonntag die Mitglieder des Angelvereins Oebisfelde und Umgebung 1926. Mit Steffen Lachmann wurde ein neuer Vorsitzender gewählt.

Nur ein knappes Jahr dauerte die Amtszeit von Rene Stefanie. Der Oebisfelder legte mit sofortiger Wirkung am 12. Dezember wegen unterschiedlicher Auffassungen im Vorstand seinen Vorsitz nieder, bleibt aber weiterhin Vereinsmitglied. Da der Verein vorübergehend führungslos war, musste während der Jahreshauptversammlung ein neuer Vorsitzender bestimmt werden. Nachdem im Vorstand intensiv beraten und die vereinsinterne Linie wieder gerade gezogen worden war, fiel die Wahl auf Steffen Lachmann. Die Mitglieder folgten am Sonntag einstimmig dieser Empfehlung. Der Breitenroder arbeitet seit 1993 im Vorstand mit, an deren Spitze er bis 2016 18 Jahre lang stand.

Und bei seinem Jahresbericht zeigte Lachmann dann auch gleich, dass er nicht aus der Übung gekommen war. „Unserem Verein gehören derzeit 152 Mitglieder an. 2016 konnten wir sechs Neue gewinnen, fünf Mitglieder verließen uns. In diesem Zusammenhang möchte ich euch nochmals bitten, den Beitrag per Überweisung zu entrichten. Das erleichtert unserem Kassenwart Jürgen Heina die Arbeit.“

148 Kontrollen wurden im vergangenen Jahr von den sieben staatlich geprüften Fischereiaufsehern durchgeführt. Bei den 27 Vergehen handelte es sich unter anderem um unvollständige oder abgelaufenen Papiere, Angeln ohne Berechtigung oder Angeln mit drei Ruten und Rollen. Die regelmäßigen Kontrollen würden allerdings Wirkung zeigen. „Betrugen die Verstöße 2014 noch 45,7 Prozent, waren es im darauffolgenden Jahr 28,7 Prozent und 2016 nur noch 18,24 Prozent,“ informierte Steffen Lachmann. Der Vorsitzende wies darauf hin, dass das Angeln an der Flachwasserzone bei Mannhausen verboten ist. Wer sich dem widersetzt, riskiert den Verlust seines Angelscheines.

Beim Kontrollfischen an vier Gräben konnte festgestellt werden, dass diese sehr gut mit Bunt- und Weißfischen besetzt sind. An den je zwei Arbeits- und Umwelttagen, wo vor allem Müll am Kanal und an den Schöpfwerken gesammelt wurde, nahmen 42 Petrijünger teil. Ende November wurden für 2000 Euro Fische in Vereinsgewässer eingesetzt und 1000 Euro für Buntfische für den Neubesatz des Peisten Grabens ausgegeben.

Den Antrag auf Entschlammung der 12 Meter breiten und 212 Meter langen Bleeke konnte Achim Weber von der Naturparkverwaltung an diesem Vormittag gleich mitnehmen. Für die Entschlammung wurde vom Unterhaltungsverband „Obere Ohre“ ein Kostenvoranschlag erstellt. „Für die Arbeiten, die ab ersten September beginnen sollen, wurden 16 Stunden und zirka 1500 Euro veranschlagt. Ist alles fertig, ist ein Erstbesatz geplant, der durch den Landesangelverband zugesichert wurde.

Auch in diesem Jahr hat bereits ein Arbeitseinsatz stattgefunden. Am Peisten Graben wurden die ersten drei Bäume gefällt. Mit Genehmigung der Naturparkverwaltung sollen diese Arbeiten in den kommenden Jahren weitergeführt werden. Nur so kann der drohenden Verschlammung durch das Laub Einhalt geboten werden“, so Steffen Lachmann.

In der anschließenden Diskussion einigten sich die Mitglieder darauf, für den Anglerball einen festen Eintrittspreis zu kassieren, der allerdings den Verzehr von Getränken ausklammert. Auch könnte eine Tombola die Attraktivität dieser Veranstaltung vielleicht erhöhen. Steffen Lachmann schlug vor, in diesem Jahr am Buchhorster Schöpfwerk wieder ein Familienangeln durchzuführen: „Die Bedingungen dort sind für so eine Veranstaltung sehr gut.“ Der stellvertretende Vereinschef Roman Schrader appellierte an die jüngere Generation: „Wir werden auch nicht jünger und es wäre gut, wenn ihr uns ein wenig in der Arbeit unterstützen würdet.“ Ein Petrijünger wollte wissen, wer für das Säubern der Fischaufstiegstreppen verantwortlich ist. „In der Regel ist der Unterhaltungsverband dafür zuständig“, antwortete Achim Weber.

Den Bericht des Kassenprüfers hielt Tobias Göring. Er bescheinigte dem Schatzmeister Jürgen Heina eine ordentliche Buchführung. Daraufhin wurde der Vorstand entlastet.

Am Ende der Versammlung wurde der neue Vereinsmeister im Hegefischen bekanntgegeben. Den ersten Platz belegte Mario Rau mit 3540 Punkten, vor Roman Schrader (3220) und David Jordan (2010).